Sparkassen German Friendships

23. bis 28. Juli 2019

11.07.2019

German Friendships: Nicht nur Ursula von der Leyen kommt zum Reitturnier nach Herford

Alle zwei Jahre kommen Reiter aus 30 Nationen zu den Sparkassen German Friendships. Zu dem Anlass trifft sich auch einiges an Politikprominenz in Herford.

Herford. Bei der Premiere im Jahr 1999 schien es ein Wagnis. Heute ist es eine Großveranstaltung von internationalem Rang und im wahrsten Sinne des Wortes weltbekannt.

Wenn vom 23. bis 28. Juli auf dem Bexter Hof in Herford-Diebrock die elften Sparkassen German Friendships ausgerichtet werden, sind wieder Reiterinnen und Reiter aus über 30 Nationen dabei. Und die Plätze dort sind so begehrt, dass längst nicht alle Anfragen berücksichtigt werden können.

„Friendships – not Championships"

„Um die Besonderheit dieser Veranstaltung zu bewahren, belassen wir es ganz bewusst bei rund 25 Paaren pro Klasse", betont Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten. Diese Paare setzen sich in den beiden Klassen Kinder (12 bis 15 Jahre) und Jugend (15 bis 18 Jahre) wie gewohnt aus einem deutschen und einem ausländischen Reiter zusammen, die während des gesamten Turnierverlaufs ein Team bilden. Dabei stellt üblicherweise der deutsche Reiter dem Gast ein Pferd zur Verfügung.

Getreu dem von Beginn an gültigen Motto „Friendships – not Championships" stehen nicht die Ergebnisse im Vordergrund, sondern die Kontakte und auch Freundschaften, die sich entwickeln. So wie bei Sabine Kamp, die früher selbst als Reiterin an den German Friendships teilnahm und nun im Turnierbüro mitarbeitet. „Zu meinem Partner von 2009 aus Haiti habe ich bis heute Kontakt", berichtet die Düsseldorferin.

„Hier verbinden sich Internationalität und Regionalität – und das unterstützen wir gerne", sagt Peter Becker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Herford. Stellvertretend für alle Unterstützer der Veranstaltung galt ihm ein besonderer Dank Lars Meyer zu Bextens. „Nur dadurch waren viele gute Ideen, die es gab, auch umsetzbar."

Früherer Herforder Nationenpreisreiter wurde zum Turniermacher

Die Grundidee, eine Veranstaltung wie die German Friendships ins Leben zu rufen, hatte Frank Rothenberger in den 1990er Jahren. Der international tätige Parcoursdesigner hatte eine ähnliche Veranstaltung in Südamerika erlebt. „Dort waren Reiter aus anderen Nationen ohne Pferde eingeladen worden, diese wurden den Gästen gestellt. Denn mit Pferden zu kommen, ist teuer", erinnert sich der aus Bünde stammende Rothenberger.

Zunächst sprach er mit dem damaligen Bundestrainer Fritz Ligges, der abwinkte. Rothenberger: „Dann habe ich Ulrich Meyer zu Bexten angesprochen, und der hat das Potenzial erkannt." So wurde der frühere Herforder Nationenpreisreiter zum Turniermacher. „Ich war anfangs schon ein wenig skeptisch. Aber wir haben schnell gemerkt, dass wir gut vernetzt waren. Es lief von Beginn an gut und wurde im Laufe der Jahre immer besser", so Ulrich Meyer zu Bexten.

Top-Ten-Training mit Spitzenreitern

Ein wesentlicher Baustein des Erfolgskonzepts ist das Top-Ten-Training mit Spitzenreitern. In diesem Jahr werden unter anderem die amtierende deutsche Meisterin Mynou Diederichsmeier und der vierfache Olympiasieger Ludger Beerbaum ihr Wissen weitergeben. „Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums gibt es da eine Neuheit, denn wir werden zwei Plätze an Nachwuchsreiter aus der Region vergeben", sagt Lars Meyer zu Bexten. Einer wird bei den Lopshorn Classics in Lage vergeben, der zweite bei einem Social-Media-Gewinnspiel.

Neu ist auch, dass ein besonderer Blick auf die Dressur gerichtet wird. Am Samstag, 27. Juli, wird eine Dressurshow mit dem internationalen Richter Christoph Hess und den Reiterinnen Anna Den und Laura Sophie Wiens geboten. Lars Meyer zu Bexten: „Wir möchten zeigen, wie wichtig die Dressur auch für guten Springsport ist."

Und dann wartet bei den 11. Sparkassen German Friendships, die alle zwei Jahre anstehen, auch noch ein ganz spezieller Moment. Denn bevor es am Donnerstag, 25. Juli, mit Kutschen zum Rathausempfang mit Bürgermeister Tim Kähler und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen – seit 2009 Schirmherrin der Veranstaltung – geht, wird am Bexter Hof die German-Friendships-Allee eingeweiht.

Lars Meyer zu Bexten: „Mein Vater hat dort in den vergangenen Jahren Linden gepflanzt, es sind jetzt 20 Bäume. Jedes Kind wird eine Box mit Baumsamen bekommen, die dann hoffentlich in 20 Jahren überall auf der Welt groß gewachsen sein werden. So wollen wir auch den Gedanken an die Bedeutung und Nachhaltigkeit der Natur symbolisch weiter wachsen lassen."