"Who is Who"               


Das „Who is Who“ der Sparkassen German Friendships

Vom 28. Juli bis zum 2. August 2009 stehen sie im Rampenlicht des Pferdesports: Die Teilnehmer der Sparkassen German Friendships in Herford.  Hier kannst Du sie jetzt schon kennenlernen!

Wie lange reiten sie schon? Wie hießen ihre Lieblingspferde? Welches sind ihre angesagtesten Vorbilder im Reitsport? Welche Musik hören sie? Was sind ihre Lieblingsfilme?  Und wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?  Antworten auf diese und viele andere Fragen geben die Teilnehmer in ihren Kurzportraits, die wir inklusive Foto an dieser Stelle gerne veröffentlichen.

Bitte beachten!

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E-Mail: info@german-friendships.com

 

Regina Hegemann

Neuseeland, das war schon immer ihr Traum. Also stand für Regina Hegemann fest, dass nach dem Abitur ein Jahr „Working Holiday“ im Land der Kiwis eingeschoben wird, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Im November 2008 zog Regina los – und dass diese Erfahrung ganz wunderbar wurde, das hat die 20-Jährige natürlich auch den German Friendships zu verdanken.

Denn 2007 hatte sie auf dem Bexter Hof die Familie Dickey kennengelernt – Sohn Matthew nahm wie auch Regina an den Team-Springen teil. Der Kontakt war geknüpft, und obwohl Regina im Abi-Stress ihn gar nicht so richtig pflegen konnte, wurde das Wiedersehen im „Land der großen weißen Wolke“ groß gefeiert. „Beim Besuch des größten Reitturniers in Neuseeland habe ich Matthews Namen in einer Startliste gesehen, bin zu ihm gegangen – und dann gehörte ich auch schon zur Familie“, schwärmt die Unnaerin. Die Großzügigkeit und Warmherzigkeit der gesamten Familie durfte Regina so richtig auskosten: sie konnte reiten, einen beheizten Außen-Whirlpool haben Dickeys auch, Dinners wurden schon mal zur Party, sogar Kontakt zu möglichen Arbeitgebern hat die Familie hergestellt.

Denn wenn sie nicht grad zu Gast bei German-Friendships-Bekannten ist, verdient sich Regina ihren Aufenthalt selbst. „Ich arbeite eine vereinbarte Anzahl Stunden pro Tag, und als Gegenleistung gibt’s die Unterkunft.“ Obst pflücken, Pferdepflege oder auch mal Schafe hüten steht auf den Arbeitsplänen der nach ökologischen Standards wirtschaftenden Farmen, die sich Regina hauptsächlich aussucht. „Eigentlich ist das eher Urlaub hier“, freut sie sich über einige Freiheiten. „Mindestens den halben Tag frei, oder gleich ein paar Tage am Stück, und wenn man die Umgebung erkundet hat, dann zieht man unverbindlich weiter an den nächsten Ort.“ Überhaupt schätzt sie die freundliche, hilfsbereite und entspannte Art der Neuseeländer sehr.

Kein Wunder also, dass Regina gern die Maximal-Länge eines solchen Aufenthaltes ausnutzen möchte – fünfzehn Monate. Danach geht es dann an die Uni, sie möchte Medizin studieren. Gut, dass es Semesterferien gibt, denn die reiselustige junge Frau hat bei den German Friendships ja auch Teilnehmer aus Indien kennengelernt. Und welche aus Mexico…

 

 

Turniertagebuch von Kim Höller

Dienstag 24.07.2007
Ich konnte die letzte Nacht kaum schlafen – was mich in Herford wohl alles erwarten würde? Vera war vor zwei Jahren zum ersten Mal bei den German Friendships und hat nur Schönes erzählt. Die Hufenstuhls sind fьr die nächsten Tage meine Ersatzfamilie, aber Vera ist ja eh schon wie meine Schwester. Beim Abschied im Stall fühlten wir uns wie kleine Stars...

Nach dreistündiger Anfahrt entdeckte ich plötzlich das erste Schild mit der Aufschrift „German Friendships 2007“, und nur wenige Meter danach sah ich die ersten bunten Fahnen im Wind wehen. Flaggen aus aller Welt, Lkw, viele Autos, große Zelte. Aber noch beeindruckender waren die Menschen, so viele verschiedene Leute aus der ganzen Welt. Erst fühlte ich mich wie in einem Traum – langsam realisierte ich, dass es ernst war.

Schnell sprang ich aus dem LKW, um unsere Pferde und die Klamotten in die Boxen zu bringen. Zum ersten Briefing im Festzelt
saßen schon Menschenmengen gespannt vor dem Turnier Team, das uns sofort super nett begrьßte. Mitten darunter ein Mann, der sehr auffiel. Er stellte sich als „Pedro“ vor und trug einen seltsamen Hut wie ein Huhn.

Ich wartete schon eine gefühlte Ewigkeit, endlich meinen Partner kennen zu lernen. Als „Kim Höller“ durch die Lautsprecher klang, war es soweit: Er heißt Ahmed Mansour, kommt aus Jordanien und machte auf Anhieb einen coolen Eindruck. Obwohl wir nur Englisch mit einander reden konnten, haben wir uns auf Anhieb gut verstanden. Beim ersten Training am Nachmittag lernten die internationalen Gastreiter erst einmal die neuen Pferde kennen. Es war toll, wir freuten uns beide auf den nächsten Tag. Morgen ist noch mehr los!

Mittwoch 25.07.2008
Chiara, Vera und ich haben nicht viel
geschlafen, wir waren viel zu aufgeregt. Trotzdem waren wir heute Morgen topfit beim Top Ten Training. Ahmed und ich hatten Unterricht bei Lars Meyer zu Bexten und das war echt geil! Vera war ein paar Stunden später dran und zwar mit Otto Becker. Alles lief wie
geschmiert!

Später haben Ahmed, Carlino und ich uns zusammengesetzt, um den Profis wie Marcus Ehning und Co. bei der Champions Trophy zuzugucken. Sonst sieht man die ja nur im Fernsehen! Der Abend dann, mit der Eröffnungsparty, war richtig lustig.

Donnerstag 26.07.2008

Im Warm Up für die Kinder und Junioren habe ich mich heute noch mal darauf konzentriert, die letzten Feinheiten zu verbessern. Und dann kam das Highlight: Wir sind mit einem Kutschenkorso zum Herforder Rathaus gefahren. Vorne zwei Kutschen und dahinter drei große Busse voll mit Menschen in Anzügen, Blusen oder sogar Kleidern, die zum offiziellen Empfang der Stadt Herford unterwegs
waren. Und zwischen all diesen Menschen waren wir – eine Gruppe von Kindern und
Jugendlichen. Zwischen Kameras und wichtig aussehenden Leuten hindurch ging es zu einem weiteren gemeinsamen Erlebnis. Es war total schön, ein starkes Gefühl, das alle zusammen hält.

Später ging es zum Barbecue mit allen Reitern, Gasteltern und Freuden. Bis in die spßten Abendstunden saßen wir mit Ahmed und ein paar Indern an einem Tisch. Wir redeten in einem Mix aus allen Sprachen. Einfach toll, aber jetzt bin ich froh, dass ich noch ein
bisschen schlafen kann. Morgen um 7:30 schellt wieder der Wecker!

Freitag 27.07.2008
Heute war der erste Tag, an dem wirklich das Ergebnis zählte. Meine ganze Familie war gekommen. Schon früh im Stall flochten wir die Pferde ein und haben alles fertig gemacht. Um 13:00 Uhr begann unser "Auftritt" – unter den Augen von einigen hundert Zuschauern, doch fьr mich sah es aus wie Millionen. Alles hat wunderbar geklappt, sogar besser als gedacht. Ahmed und ich, aber auch Vera und ihre Partnerin Elif waren sehr zufrieden. Bei der Springprüfung nach Strafpunkten und Zeit mussten wir über 1,10 Meter reiten und wir vier blieben alle fehlerlos. Das wurde erst einmal gefeiert!

Außerdem stand heute noch der Aufmarsch der Nationen auf dem Programm. Viele
Leute hatten sich bunte Flaggen auf den Wangen gemalt und riesige Fahnen in der Hand. Deutschland lief als letzte Nation auf, dadurch stieg die Spannung und ich hatte richtig Gänsehaut. Ich hatte das Gefühl, die Welt ist ganz klein und auf einem gemeinsamen Fleck!

Samstag 28.07.2008
Heute habe ich mich für ein Mannschaftsspringen mit einem neu zusammengestellten Team qualifiziert und wir haben Silber geholt. Das war echt cool! Davor sind Ahmed und ich noch unser Teamspringen geritten. Jedes Team hatte den Namen von einem berühmen Pferd – wir hieЯen „Goldfever“. Vera und Elif haben gewonnen und wie das bei den German Frindships nun einmal so ist ... Siege müssen gefeiert werden. Deswegen machen wir uns gleich für die Party schick. Und was gab’s sonst noch? Eigentlich war es wie jeden Tag: Pferde versorgen, zusammen die Springen anschauen ... und ganz viel SpaЯ haben. Aber es war wie jeden Tag einfach unvergesslich.

Sonntag 29.07.2008
Um 7:30 Uhr klingelte heute der blöde
Wecker – und das nach der großen Party! Mama hat uns zum Bexter Hof gebracht, denn die Zeit war heute kostbar. Es war die letzte Zeit gemeinsam mit unseren Partnern, bevor alle wieder in die weite Welt nach Hause fuhren. Beim Finale der ChildrenTour verging die Zeit wie im Flug. „Goldfever“ erklang es durch den Lautsprecher, wir ritten los. Das Ergebnis war zwar nicht so wie erhofft, aber trotzdem war keiner enttäuscht, denn allen war klar: Hier haben alle gewonnen eine Menge Freunde und auch eine Menge Erfahrungen. Ganz nach dem Motto „Friendship no Championship“.

Das Ende kam immer nдher, die Zeit raste. Erst die Siegerehrung, dann die Abschlusszeremonie. Schließlich folgten die schlimmsten Minuten. Wir mussten uns von allen verabschieden. Es flossen sogar Tränen. Eigentlich würden wir noch gerne einige Zeit zusammen verbringen. Letzte Abschiedsfotos wurden geknipst, Erinnerungen und Geschenke ausgetauscht. Dann haben wir mit schönen, unvergesslichen Erinnerungen den Hof verlassen – mit einem traurigen, aber auch mit einem fröhlichen Auge. Einerseits waren wir traurig, dass alles vorbei war, andererseits freuten wir uns jetzt schon auf den Tag, an dem wir uns alle wiedersehen würden. Ich werde alle sehr vermissen und diese Tage in meinem Leben nicht mehr vergessen!

 

 

Well now that I am an "old lady" of 19, I will have to ride the Silver Tour but I can tell all of you new young riders what an incredible joy it has been for me and my family to come to Germany for the past 2 Friendships. The Zu Bexten Family, the sponsors, the whole team, just makes this one of the events in a lifetime not to be missed if you are invited.
My best friend Alicia Gamboa won both the Children's and Juniors in her years competing and she is such a star! I am so proud to have been able to ride in the Games with her and we share so many memories and connections around the world. You must take it seriously but also open your mind to the friendships you make from riders around the world who share the common love of this sport. It is so strong and it is forever....
I look forward to seeing you at the party!!!
Saskia (Living in Miami- From the Netherlands!)
Saskia Tau

 

 

 

 

 

 

Regina Hegemann genieЯt ihren
Aufenthalt in Neuseeland.
Insbesondere die vielen
Freizeitmöglichkeiten haben
es ihr angetan.

 

 

 

 

 

Ihr Teampartner steckte noch im Stau, deshalb war Kim beim Briefing noch allein mit Pedro, versteht sich.

 

Zum Einmarsch der Nationen war er dann pünktlich da: Kims Teampartner Ahmed Mansour (mit Schild).

 

Ein bisschen gefeiert wurde natürlich auch...